Jung Altern

befreie dich von alten Denkmustern und entdecke das Potenzial der zweiten Lebenshälfte

Paradigmenwechsel

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein

Dass die Welt sich verändert, das können wir alle bestens fühlen. Manche wünschen sich die alte Welt zurück, doch sie wird niemals mehr so sein, wie sie war. Gut so, denn die Welt war vor Corona schon lange nicht mehr heil. Wir Menschen leben ein Leben, das (selbst-)zerstörerisch und stressig ist. Wir waren bis 2020 auch bei weitem nicht einfach glücklich und zufrieden. Wir hetzten von einem Ort zum andern, von einem Termin zum andern, von einem Event zum andern, von einer Ausbildung zur andern und dachten jedesmal, wir würden danach angekommen sein. Doch das ist nicht eingetroffen. Jedenfalls nicht nachhaltig. 

Warum wünschen wir uns also die alte Welt zurück? Wir haben Angst vor der Veränderung, vor der Unsicherheit, die sie mit sich bringt. Veränderung ist selten bequem, doch wir mögen es bequem. Veränderung verlangt Anpassungsleistung. Veränderung verlangt neues Denken. 

Momentan hängen wir noch stark in einem alten Glauben drin.  Wir glauben, wir könnten das Sterben und schlimme Krankheiten bzw. Krankheitsverläufe verhindern, wenn wir nur das richtige Mittel dazu finden und anwenden.

Wir glauben, wenn wir alle Menschen, ja die gesamte Menschheit impfen, dann wären wir alle wieder sicher und gesund. Danach könnten wir wieder zum Bekannten zurückkehren. Warum das nicht möglich sein wird, davon handelt dieser Artikel.

Unsere bisherige Denkweise ist weitgehend materiell ausgerichtet. Um die Welt der Dinge besser verstehen und analysieren zu können, haben wir sie aus dem Zusammenhang herausgenommen und dabei den Ursprung vergessen. 

Fast so, wie wenn wir ein Fahrrad auseinandergenommen hätten und anschliessend nicht mehr wüssten, was wir mit den Einzelteilen anstellen sollen. Wir kennen nun eine Fahrradkette, wir wissen, wie die Bremsen funktionieren, wir wissen auch, wo was hingehört und können die Einzelteile wieder zusammenbauen, aber wir wissen nicht mehr, wie es sich anfühlt Fahrrad zu fahren. 

Wir haben den Menschen seziert und in Einzelteile zerlegt, in eine Leber, eine Lunge, ein Herz, Sehnen und Venen, aber wir wissen nicht mehr, was ein Mensch ausmacht. Wir haben vergessen, dass wir mit den Erkenntnissen der einzelnen Körperteile das Wesen des Menschen nicht erfassen können. Wenn wir uns allein mit den Einzelteilen beschäftigen, übersehen wir das Wesentliche. Wenn wir uns allein mit der Materie beschäftigen, erfassen wir nicht die Ganzheit.

Die Kunst von Ursus Wehrli kann dies sehr gut und eindrücklich veranschaulichen, obwohl Wehrli wahrscheinlich mit seiner Kunst gar nicht diese Absicht hatte. 

Wassily Kandisky Henri Matisse

Henri Matisse / Ursus Wehrli
Paul Klee / Ursus Wehrli
Briefmarke / Ursus Wehrli

Wenn wir etwas in Einzelteile zerlegen, dann verändert es seine Bedeutung, sein ganzes Wesen wird ein anderes. Erst in der Relation zueinander wird etwas zu dem, was sein Wesen ausmacht, 

Erst die Beziehung, die Verbindung der einzelnen Teile zueinander bringen das Wesen zum Ausdruck. Wir können einen Matisse, einen Klee oder die Briefmarke erkennen, wenn wir das Gesamtbild sehen, wenn wir jedoch nur die Einzelteile vor uns haben, können diese auch ganz etwas anderes sein oder werden.

Wir haben die einzelnen Teile analysiert und dabei das Ganze vergessen. 

Das gehörte zu unserer Entwicklung. Wir haben auf diese Weise viele Erkenntnisse gewonnen, aber wir haben keine Weisheit erlangt. Weisheit verbindet sich immer mit einem grösseren Ganzen. Weisheit bedeutet, dass niemals alles erfasst werden kann.  Weisheit bedeutet, dass etwas auftauchen und wieder vergehen kann und trotzdem immer etwas da ist, eine Art Grundschwingung oder Äther oder in den Beispielbildern das weisse Papier, der weisse Hintergrund, der die Farbe trägt, der die Formen sichtbar werden lässt.

Wir glauben heute nur noch, was statistisch belegt ist, haben Wissenschaft zur Religion gemacht: das Zerlegen, Analysieren, Beweisen, Benennen und Zählen. 

Dabei haben wir die Trägerenergie vergessen, das, was wir niemals benennen oder definieren oder belegen und schon gar nicht beweisen können. 

Es gibt etwas Übergeordnetes, etwas, das unseren Verstand weit übersteigt. 

Trotzdem waren und sind es gerade Wissenschaftler, die diesem Phänomen sehr nahe gekommen sind, damals, als die Quantentheorie entdeckt wurde. Vor 120 Jahren. Damals haben Wissenschaftler (Heisenberg, Plank, Einstein u.a.) entdeckt, dass unsere Grundlage nicht Materie ist, sondern einer Art Beziehungsstruktur gleicht. Unsere Grundlage ist wellenartig, besteht nicht aus einzelnen Teilchen. Die Teile sind jedoch nötig, damit wir erkennen können. Ein weisses Papier alleine kann zwar sein, kann aber alles und nichts sein ausser sich selbst. Erst wenn einzelne Formen darauf gemalt werden, kann ein Bild entstehen. Kann Erkenntnis entstehen.

Man könnte es mit einem Radio vergleichen. Die Radiowellen sind im Äther und erst durch das Gerät und den entsprechenden Sender können wir etwas wahrnehmen. Wir können den Sender jedoch bestimmen. Wir bestimmen, ob wir DRS 1, Radio 24 oder SWR hören wollen.

Wir bestimmen auch, worauf wir uns konzentrieren wollen. Im Beispiel des Bildes sind es die  Formen oder die Zwischenräume, die wir betrachten können.

Kelch oder Gesichter?

Im Beispiel des Radios sind es die Sender, die wir einstellen: Wir bestimmen, ob wir Musik hören oder ein Gespräch etc. 

Wissenschaft nimmt immer einen Aspekt heraus, um ihn genauer zu analysieren. Das ist nicht falsch, denn wir bekommen durchaus genauere Werte dadurch. Aber wir dürfen niemals aus den Augen verlieren, dass der Untersuchungsgegenstand aus dem Zusammenhang herausgenommen wurde. Wir dürfen das Übergeordnete nicht vergessen. 

In der Schulmedizin wurden nicht nur der Körper und die Psyche voneinander getrennt betrachtet, sondern auch die einzelnen Organe und wiederum die einzelnen Stoffwechselfunktionen. Das hat uns zwar viele Erkenntnisse gebracht, aber wir wissen deswegen nicht mehr über den Menschen, dem diese Organe gehören. So konnte es soweit kommen, dass z. B. Ernährung in der medizinischen Ausbildung nach wie vor gar keinen oder nur einen geringen Stellenwert hat, obwohl wir doch mithilfe der Ernährung alle unsere Zellen aufbauen müssen. Keinem Menschen kommt es in den Sinn ein Benzinauto mit Wasser vollzutanken und zu glauben, es würde damit fahren, auch Salatöl würden wir dafür nicht verwenden, aber wenn wir einen Arzt fragen, ob die Ernährung eine Rolle für die Gesundheit spiele, dann wird er wahrscheinlich antworten, dass es nicht so wichtig ist, was wir essen. In der Schulmedizin wird nicht nach der Ursache gefragt, sondern nach den Beschwerden, will heissen nach den Symptomen. Danach richtet sich die Behandlung aus. 

Naturärzte und solche, die sich der ganzheitlichen Medizin verschrieben haben, bringen zum Thema Symptombekämpfung oft das Beispiel mit dem Öltanklämpchen im Auto, das aufleuchtet, wenn der Tank wieder gefüllt werden muss. In der Schulmedizin würde man einfach das Lämpchen ausschalten und hat dann das Gefühl, das Problem wäre behoben. Doch der Tank wurde damit nicht gefüllt. 

Sie lachen jetzt vielleicht und finden, dass Schulmedizin mehr kann, als das. Doch schauen wir die jetzige Situation an, so sind wir genau da: bei der Symptombekämpfung. Denn dieses Virus ist ja nur ein Symptom dafür, dass wir Menschen nicht genügend Abwehrkraft besitzen, um damit umzugehen. Nun sagen Sie, dass es sich ja eben um ein ganz spezielles Virus handelt. Doch auch da gibt es Menschen, die damit sehr gut umgehen können und andere nicht. Warum schauen wir nicht, wie und weshalb Menschen immun sind dagegen und andere nicht? 

Ja, man hat gehört, dass es oft Menschen sind, die bereits Vorerkrankungen haben, die schwer erkranken können. Fakt ist: wir haben eine einheitliche Meinung, wie dieses Virus bekämpft werden kann und das ist die Impfung und welche Massnahmen helfen sollten, um uns zu schützen, das ist Maskentragen, Abstand halten und möglichst keinen physischen Austausch mehr zu pflegen.

Eine Medizin, die nur die Einzelteile sieht, kann die Ursache weder erkennen noch beseitigen. Sie gehört zum alten Denken und kann somit auch nicht die Probleme lösen, die wir momentan haben. 

Die sind nur mit dem neuen Denken zu meistern.

Wie kann also das neue Denken helfen, dass wir aus dieser Krise gestärkt und vor allen Dingen gesund hervorgehen?

Vergleichen wir anhand von Buchstaben die alte Denkweise und die neue:

Nehmen wir das Wort KRANKHEIT

Die Schulmedizin setzt alles daran, das was uns krank macht zu zerstören. In unserem Fall ist es das Covid 19-Virus. Sie findet heraus, dass das T Tod bedeutet, für die Krankheit verantwortlich ist und eliminiert werden muss. Sie gibt uns eine Impfung, die genau das bewirken soll. Unterdessen verschwindet aber die Krankheit nicht, sondern ihr fehlt im Moment nur das T. Dieses T mutiert zu ganz vielen anderen Varianten: T t T T T T t…..

Denn die Krankheit wurde nicht besiegt, sie hat nur ihr T verloren und das möchte sie zurückbekommen. Also mutiert das Virus zu immer neuen Varianten und die Menschen bleiben krank und müssen immer noch dieselben Massnahmen über sich ergehen lassen. Zudem braucht es auch für die GESUNDHEIT ein passendes T. Sprich, damit der Mensch eine gesunde Abwehrkraft bilden kann braucht sein Immunsystem Anreize und das geschieht nur, wenn auch Viren und Bakterien vorhanden sind.

Wie könnte nun die neue Denkweise zu Gesundheit führen? 

Indem wir erkennen, dass Gesundheit nicht die Abwesenheit von Krankheit ist und auch nicht das Eliminieren des Buchstabens T, sondern einfach eine andere Ausrichtung. Krankheit und Gesundheit sind durch HEIT miteinander verbunden, sie gehören zueinander, sie bedingen einander. So, wie im Bild die Vase ohne die Gesichter und umgekehrt nicht bestehen können, so erkennen wir nicht, was gesund ist, wenn wir nicht kennen, was krank ist. Das ist der erste Schritt.  Der zweite Schritt wäre, dass wir unseren Fokus nicht mehr auf das Krankmachende richten, sondern auf das Gesunde. Wir stellen quasi den Sender ein und wählen, was wir hören, sehen oder fühlen möchten. 

Und so frage ich: Wo würden wir heute nach diesen 20 Monaten stehen, wenn alle Medien, alle Kanäle alle Welt sich die ganzen Monate auf die Gesundheit ausgerichtet hätte, wenn wir uns zusammengetan hätten, wenn wir uns umsorgt hätten, wenn wir täglich gehört hätten, wie gesund, wie schön, wie einzigartig wir sind. Wenn wir gemeinsam geschaut hätten, was wir verbessern könnten, wenn wir anstelle des Mundschutzes den Mund zur Auseinandersetzung aufgemacht hätten, um uns auszutauschen, um anstehende Konflikte zu lösen, wenn wir anstelle des Abstandes uns umarmt hätten und uns Mut zugesprochen hätten. Wenn wir unsere Nasen bewusst gebraucht hätten, um Luft zu tanken und unsere Lungen mit diesem grossen Potenzial des Sauerstoffs aufgeladen hätten. Wenn wir gemeinsam spezielle Atemübungen gemacht hätten. Wenn wir uns gegenseitig gezeigt hätten, wie wir uns gesund erhalten können, wie wir noch mehr Luft bekommen können, wie wir geistig und körperlich fit bleiben können. Wenn wir uns gelobt hätten für alles, was wir richtig machen, wenn die Regierungen alle gestärkt hätten, die sich um die Kranken gekümmert hätten. Wenn wir erkannt hätten, dass es ganz verschiedene Wege gibt mit dem Thema umzugehen. Wenn wir uns getroffen hätten und in gemeinsamen Ritualen alles Schwere, alles Kranke herausgetanzt hätten. 

Wo würden wir heute, nach 20 Monaten stehen, wenn wir tagtäglich mit positiven Nachrichten überschwemmt worden wären, wie würden wir uns fühlen, wenn wir lachende Gesichter gesehen hätten, wenn alle Kanäle gezeigt hätten, wie gross und liebevoll wir Menschen eigentlich sind? Welche Nervenverbindungen hätten da in unserem Gehirn gestärkt und gefestigt werden können?

Wo würden wir heute stehen, wenn wir alle Energie auf das Gesunde ausgerichtet hätten? Natürlich wären auch dann Menschen gestorben, natürlich hätten auch dann Menschen gepflegt werden müssen, natürlich wären auch Menschen krank geworden – aber wir hätten das gemeinsam gemeistert und hätten heute das Gefühl, dass wir stark sind. Wir wären voller Zuversicht und würden wissen, dass wir gemeinsam diese Krise und auch alle weiteren Krisen meistern können. Und wir hätten noch genügend Energie für alles, was sonst noch auf uns zugekommen wäre, für die alten Menschen, für all die anderen Krankheiten, für die Liebe und die Beziehungen. Wir hätten Energie und Zeit, uns Gedanken darüber zu machen, was wir mit unserem Leben anstellen sollen, wie wir die Erde retten können von all den Umwelt-Belastungen. Wir hätten Energie, uns zu verändern, uns eine Welt zu erschaffen, in der wir freudig sein können, in der alle Menschen genügend zu essen haben, in der wir in Frieden zusammenleben können. 

Es kommt auf den Fokus an, denn die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

In der neuen Denkart würden wir uns um den Hintergrund genauso kümmern, wie um das, was darauf erscheint. Wir würden erkennen, dass wir an eine höhere Energie angebunden sind. Wir würden erkennen, dass wir uns von der geistigen Welt führen lassen können. Dass wir um Hilfe bitten können, dass wir eingebettet sind in ein grösseres Ganzes und dass wir jederzeit wählen können, welchen Sender wir hören wollen. In der neuen Denkart wüssten wir, dass wir das Leben selber in die Hand nehmen müssen, um es zu verändern. In der neuen Denkart wüssten wir, dass wir die Gestalter unseres Lebens sind – vor einem grossen Hintergrund, der uns trägt. In der neuen Denkart würden wir die Verantwortung für unser Leben übernehmen. In der neuen Denkart würden wir erkennen, dass wir alle aus derselben Quelle kommen, dass wir selber göttliche Wesen sind und Schöpferkraft besitzen. Wir würden erkennen, dass es da ein weisses Blatt gibt, dass wir Farben zur Verfügung haben und entscheiden, welche Farben und Formen wir wählen, um unser ganz persönliches Bild auf das weisse Blatt zu malen. Wir würden erkennen, dass auch andere Menschen ihr Bild malen und dass vielleicht Spritzer oder Tupfer von ihnen auf unser Bild fallen – wir würden erkennen, wie wir diese Einflüsse in unser Bild weben und trotzdem unsere Handschrift behalten können. Wir würden erkennen, dass das weisse Blatt sich über die ganze Erde, ja, das ganze Universum hinaus ausdehnt und dass wir alle an einem riesigen gemeinsamen Bild malen, das wir zwar nicht überschauen können, aber dem wir unsere Energie beifügen und wir würden wissen, dass es darauf ankommt, welche Farben wir dafür benutzen möchten, um ein friedliches oder ein kriegerisches Bild entstehen zu lassen. Wir würden wissen, dass unser Beitrag wichtig ist für das gesamte Bild. Denn jeder Farbfleck, jede Form verändert immer das ganze Bild. Wir würden wissen, dass es nicht nur um Selbstverantwortung geht, sondern auch um Mitverantwortung, um das grössere Ganze. Wir würden wissen, dass wir Teil eines grösseren Ganzen sind. 

Im zweiten Dokument sind einige Möglichkeiten aufgelistet, wie neues Denken aussehen könnte. Lassen Sie sich inspirieren und erschaffen sie Ihre ganz persönliche Liste mit Ihren Wünschen, wohin das neue Denken uns führen soll.